Sehr geehrter Herr Intendant des ARD,

Sehr geehrte Frau Maischberger,

Als langjähriger Seher und Hörer der Diskussions-Sendungen von Sandra Maischberger, darf ich jetzt (24.2.2015 – Ukraine-Disk.) darauf hinweisen, dass ich den starken Eindruck gewonnen habe: dieses “Format” (der Frage-Antwort-Spiele) ist für solche Themen und unsere heutige Zeit nicht mehr tauglich.

Frau Maischberger habe ich immer bewundert, wie sie oft jede Woche über Jahre andere Themen tatsächlich sehr gut moderierte: Sie fing mit einem Satz zur Sache an, sie stellte den Teilnehmern der Reihe nach Fragen, sie fasste hie und da das bisher Gesagte zusammen, sie schlichtete Meinungsverschiedenheiten oder stellte sie akzeptabel in den Raum, sie stellte neue Fragen, sie unterbrach (“Bitte erlauben Sie mir nun …”), … und sie lenkte dabei oft auch auf eine neue Dimension oder Perspektive zum gegebenen Thema um.

Dabei war dieses „Umlenken“ in letzter Zeit doch auffällig – insofern als das langsam immer offensichtlichere „veraltete Verständnis eines Mainstream-Denkens“ stramm festgehalten, anderes geschickt ausgeblendet wurde, so dass eine fundamentale Kritik – schließlich immer auf unser Zivilisationssystem insgesamt hinauslaufend – doch nicht aufkommen sollte.

Trotz allem Verständnis, das Frau Maischberger als sehr versierte Moderatorin immer an den Tag legte, und trotz all der mitgehenden Intelligenz, die sie immer einbrachte (nicht umsonst von vielen, wie von mir, bewundert) – durfte jedoch keine Diskussion insbesondere zum Komplex

  • „Wirtschaftswachstum“ (und damit der „Ökologie-Frage“) aufkommen, und auch keine tieferreichenden Zweifel an der
  • „US-amerikanischen Theorie zu 9/11 und allen vorangegangenen Verschleierungen (Kennedy-Oswald etc.)“ Raum einnehmen (das wären ja böse „Verschwörungstheorien“, damit werden wir Seher aber für dumm verkauft). –

Dies sind nämlich zwei der grundlegenden heißen Eisen, die für die Entwicklung unserer Zivilisation nun immer wichtiger werden, und deren Ausklammerung bzw. Verdrängung etc. nicht mehr zukunftsfähig ist.

Wahrscheinlich kann eine Moderatorin allein hier nicht weiter vor(an)gehen, wahrscheinlich auch keine Sendung einer zentral in die Öffentlichkeit stehenden Organisation allein … Das Entscheidende bleibt außen vor, – politisch gewollt?
Aber so wird der Boden für einen allgemeinen tiefergreifenden Diskurs auch nicht vorbereitet, wir verlieren Zeit mit Status-quo-Geplänkel. Das zeigt nun z.B. die so wichtige Auseinandersetzung an den Reibeflächen von NATO und RUSSLAND, und zwar gefährlich deutlich.

Was aber in jedem Fall – der Politik vorpreschend oder mit ihr parallel – von einem großen Sender machbar ist – wäre das Format solcher Themen-Diskurse zeitgemäß zu verbessern, richtungsweisend zu ändern. Und das könnte man nun tatsächlich schon morgen(!) tun. Talk-Shows als Frage-Antwort-Spiele, wo sich gelegentlich rhetorische Meisterleistungen – am meisten im Vermeiden auf ein Eingehen auf Grundlegendes und Wesentliches – wohl zeigen können, aber ein Vertiefen nicht gut möglich ist, spiegelt mehr die Hetzerei der Werbewirtschaft wieder als eine vertiefende Bildung von Verständnis bei den Teilnehmern vor den Fernsehschirmen, also den Wahlbürgern.

Daher: Man kann nicht fünf oder sechs Intellektuelle im Kampf um Zeit und Argumente in 90 Minuten gegeneinander antreten lassen, was zu einer Arena der Rhetorik und des Populismus hinführt, – da kann sich auch eine sehr gute Diskussionsleiterin noch so anstrengen.

Ich schlage daher vor: Es genügen meist zwei Diskurs-Sprecher und die Moderation: Jeder Sprecher hat eingangs mindestens 15 Minuten Zeit seine Position ausreichend als Kurzreferat aufzubauen. Dann könnten die Repliken und Weiterführungen in Rede und Widerrede bis zu je 5 Minuten dauern. … Die Moderation fasst zusammen, erstellt Zwischenbilanzen, hebt Hauptpunkte hervor, wiederholt und betont evtl. Argumente, und – lässt endlich diese werbeslogan-artige Hetzerei sein.

Diese Zeithetze führt auch zu einer politischen Streithetze, – und um ein Haar wäre am 24.2.2015 passiert, was ich – als konstanter Seher schon oft in der Luft liegen spürte, seit etwa zwei Jahren: Eine Diskurs-Teilnehmerin oder -Teilnehmer verlässt vor laufender Kamera mitten in der Diskussion den Saal: „So machen Sie doch ihre Diskussion allein …“ (Am 24.2.2015 wurde die langjährige Russland-Korrespondentin und Autorin Frau Krone-Schmalz zu oft unhöflich unterbrochen, fast beleidigend im Ton, und konnte so ihren Standpunkt nie richtig zusammenhängend darlegen, – das Zwischengerufe und Gehacke war daher nicht nur den Leuten vor den Fernsehschirmen – wie z.B. mir – bald zuviel.) – Man versteht dann nicht mehr jedes Wort, und dann schwenkte die Moderatorin auch noch weg auf einen neuen Punkt, wohl um den Streitpunkt quasi abzubrechen, – und damit künstlich aus der Welt zu schaffen. So geht das nicht mehr !!! …

Es ging ja hier z.B. nicht um lokale Kleinigkeiten, es ging und geht in concreto in der Ukraine-Frage um große weltpolitische, also geopolitische Reibepunkte, die einen globalen Horizont aufmachen. Daher steht m.E.n. deutlich für solche große Fragen ein Formatwechsel(!) an. - (Richard D. PRECHT im ZDF geht m.E.n. in der anderen Richtung zu weit: Er nimmt nur eine einzige Diskurs-Person in seine Sendung herein, spricht mit ihr, aber streitet auch mit ihr. Das ist ja tatsächlich sachvertiefend, aber – er hat dabei zwei Funktionen in seiner Person: er moderiert und er argumentiert…

Warum also nicht eine vertiefende Balance versuchen. Eine Sandra Maischberger – als unbestritten hervorragende und bewährte Moderatorin – wird auch solch ein Format bewältigen und gut bearbeiten können…

Wir brauchen in der Demokratie mehr vertiefende Bearbeitung. Das ist bei anspruchsvollen Sendungen immer so. Nur Fußball und Sonderkrimis waren einmal Straßenfeger…

Mit vielen freundlichen Grüßen,
Herbert Rauch

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(z.B. am 29.1.2015, über die Billion von DRAGHI, … aber eigentlich immer so ähnlich).

Sie – die allmächtige Moderatorin, die EU-Kommissare wie ÖTTINGER, sog. Expertinnen und Experten, Fraktionsführer wie Gregor GYSYI, Professorinnen und Professoren, hie und da auch Normalbürgerinnen und -bürger, – hin und her schubst wie’s ihr recht scheint. Recht ist: Ja, denn sie hat einen Zettel vor sich liegen, oft alles im Kopf – Respekt, und das zu allen möglichen und unmöglichen Themen – mit etlichen Punkten, gut vorüberlegt und vorselektiert. Die Agenda. Und der Zettel muss abgearbeitet werden. Gesamten Artikel lesen »

Herbert Rauch: “Zeitnotizen” 

Wieder ein CO2-teurer Reise-Klima-Gipfel als Fiasko: Was ist eigentlich das Problem?

In meinen Augen stellt es sich so dar: Die sogenannten Schwellen- und Entwicklungsländer wollen auch (westlichen) Wohlstand, wobei es in ihren Länder auch schon etliche Super-Reiche gibt. Die OECD-Länder wollen an ihrem Wohlstand festhalten, obwohl es in ihren Ländern auch schon immer mehr „Richtig-Arme“ gibt.  Gesamten Artikel lesen »

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Abstract Herbert Rauch:

Ist der “freie Diskurs”
die letztliche Stütze der Demokratie?

(Woher nimmt eigentlich die Menge[1] der Wählerschaft ihre Überzeugungen?)

 

I. Am Beginn des 21. Jhs. – freie Medien oder „im Griff gezielter Propaganda“?

Der sokratische Diskurs ist das Salz der Erde…

CHURCHILL sagte richtig, dass „die Demokratie die schlechteste aller Regierungsformen ist, – mit Ausnahme aller anderen …”.
Und Demokratie im Informationszeitalter und der Massenmedien kann sie nicht, zwar anders, aber eben auch irgendwie zu allen Zeiten, allzu bald in Verengung und Schieflage kommen?

Was „rettet“ uns in der Demokratie, wenn die Propaganda subtil „über“ uns hinweg und „in“ uns hineinrollt …? Wenn sie das eine verschweigt, vertuscht, das andere ausblendet – lautlos und wie selbstverständlich unter der Flagge des „angeblich vorherrschenden Zeitgeistes“ (den veröffentlichten Selbstverständlichkeiten und seines Establishments)? Gesamten Artikel lesen »

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Tagebucheintragung vom 31. Juli 2015 (Careful – don‘t expand your mind, stay fixed = stable):

„Die Menschheit etabliert eine „Global Governance“ mit der Welthauptstadt BEIRUT. Heerscharen europäischer Ingenieure, englischer Banker, amerikanischer Unternehmer und russischer Weltraumforscher u.v.a.m. bauen diese Stadt. Im Rahmen von Groß-BEIRUT wird PLANETIA aufgebaut. Besser als BRASILIA: Es ensteht hier die modernste Stadt, am Meer gelegen, im Fadenkreuz aller Kulturen, eine eigene neue Meta-Kultur darstellend. Die besten großen Kräfte kooperieren. (Es gibt so viel Geld, das heute nach Veranlagung sucht; hier ist es endlich sinnvoll angelegt.) Hier kann die Zukunftsinfrastruktur des Planeten aufgebaut werden. Es gibt bereits einen(!) Chef (Vorstandsvorsitzenden), der von der UNO-Vollversammlung auf Vorschlag der G20+ECOSOC designiert wurde, der in Kürze offiziell von der UNO-Vollversammlung – in geheimer Abstimmung – mit der Planung und dem Aufbau von PLANETIA beauftragt wird. Das enorme Tempo der Entscheidung der „Global Players“ ist auf einen Bericht zurückzuführen, der mit den neuesten Daten untermauert, dass die Menschheit keinen Monat zu verlieren hat, um sich über das Jahrhundert zu retten (ja u.U. eine Sprung vorwärts zu machen, solange es noch geht). Der „Treasurer“ des neuen CEO verwaltet das Geld aller Investoren, sowie eine dem BSP proportionale Teilhaber-Summe jedes teilnehmenden Staates (die zudem jährlich ergänzt wird). Die Konstruktion mit Aufsichtsrat, und alle weiteren Organisationsdetails werden zwischen UNO-Generalsekretär (der dazu mit dem erfolgten Mandat der UNO-Vollversammlung antritt) und dem designierten CEO, Planetia-Aufbau-Chef, festgelegt. Letzterer leitet somit alle weiteren Operationen: Er stellt seinen Vorstand zusammen, und entscheidet alles, das er nicht selbst delegiert hat, eben wie ein CEO.

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Gleichheit,

Freiheit,

Brüderlichkeit,

strebten sie an, das war einmal. „Anstreben“ war einmal: wer schon die „Wahrheit“ hat…
Dogma und Tabu – regieren nun den “linken Traum”.
Es gibt aber keine einzige linke Utopie, die halbwegs konkret durchdacht ist.

Nur Dogmas:

* Das Menschenbild: wenn wir die Menschen als “gut denken”, dann “sind“ sie gut (wir definieren)!

* Die Gleichheit: nicht nur gleiche, freie und geheime Wahlen sollen es nun sein; nein, allen alles!

Und alles „gendern“, of course, politically correct!

* Die Emanzipation: geworden wie die Lufthansa-Werbung: der Himmel soll „grenzenlos“ sein!

* Die Multikultigesellschaft: viele Werte können an einem Ort nebeneinander existieren (Sharia und Grundgesetz), wir tolerieren sie mal einfach, denn sie werden sich schon noch “bekehren”, die „klassenlose Gesellschaft“ kommt von selbst, z.B. wenn wir alle vielfältigen Werte zulassen: Alles mit allen. (Die Praxis: Alt-68er leben ja schon von fetten Gehältern, und tollen Spesen obendrauf.)

Die Evolution hat zwar anderes beschert, aber egal was die Humanethologie beschreibt, wir wissen es besser, und wir diskutieren nicht mehr, die “‘Anderen” sind einfach retardierte Konservative.

* Hierarchie soll nicht sein, darf nicht sein – also gibt‘s nicht! (außer unser Parteisekretariat natürlich…)

* Besondere Verantwortung – klingt ja nach Elite – soll nicht sein, darf nicht sein – also gibt‘s nicht! (außer unsere Sprecher natürlich…)

* Multikulti – das soll sein, das darf sein, also gibt‘s es auch – auch wenn‘s nicht geht (Sharia und Grundgesetz in Neukölln!) Gesamten Artikel lesen »

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Ein offener Brief an Maybrit ILLNER:

Bei Maybrit ILLNER1 – und sie kann die unisono wachstumsfreudigen Diskutanten auch nicht in andere Richtungen lenken, obwohl sie flott alles moderieren kann – wird 90 Minuten praktisch nur rund um die „schwarze Null“ diskutiert. Ob der deutsche Bundesfinanzminister SCHÄUBLE damit in die Geschichtsbücher eingehen will oder nicht, … Aber manchmal so heftig, dass drei Personen gleichzeitig streiten und sich niederzureden versuchen. Diese starken Redner wollen ja auch nicht die nächsten Generationen vergessen, aber natürlich werden diese Generationen übers Wachstum geschützt, … irgendwie, … oder? Gesamten Artikel lesen »

Plastikmüll sammeln lassen und mit Prämien pro Kilo “Abgeliefertem” belohnen:
Im täglichen Leben in einer Marktwirtschaft, wie wir sie hier in Österreich haben, kann der Beitrag zum Gemeinwohl auch über den Markt erfolgen. Daher schlage ich vor, dass die Sauberhaltung der Bezirke, der Gemeinden, der Städte, der Felder und Wälder, ja des gesamten Landes durch einen Be”lohnung” honoriert wird. Eben auch in Form einer angepassten Prämie, z.B. von 20 Cent pro Kilo Wegwerf-Plastik, das ja oft im Restmüll landet und dann nur in der Verbrennung mit allen anderem landen kann. Gesamten Artikel lesen »

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Sehen wir unsere Situation auf dem Planeten Erde einmal aus der Sirius-Distanz an: Da gibt es Denklager aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wo die einen den “MARKT an sich” für etwas Böses halten, untragbar für die Zukunft zumindest, und wo die anderen die “STAATSBÜROKRATIE an sich” für unbrauchbar halten …

Und in diesen Positionen graben sie sich ein. In mentalen Gräben und schweigen zu allen Anstrengungen der anderen Seite. Denn diese „Laffen (die anderen)“ sind doch retardiert und keines Dialoges wert! Und einige träumen dabei von “dezentralen kleinen Einheiten”, dort wäre alles “schön und heil”…

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Herbert RAUCH, Ernst SCHRIEFL (Hrsg.)

Lebensplätze – nicht Arbeitsplätze – sind das Thema des 21. Jahrhunderts!

Abstract

SEED (Secure-Base Earth Equilibrium Development) nennt sich die in der Folge dargestellte Architektur von Impulsen für ein Zivilisationskonzept, das seine Skizzen auf drei Ebenen abhandelt:

  • Global (Abkommen zur Sicherung der Ökologie und der Menschenwürde (Rechte/Pflichten und Subsistenz),
  • Institutionell (Codewort „MOWI“: Marktfreiheit, Organisationsfreiheit, Währungsfreiheit, Investitionsfreiheit als lex generalis – die durch die strikt ökosozialen leges speciales als starkes Regelwerk „gerahmt“ werden),
  • Instrumentell (Codewort „AGORA“: Ausbau der Demokratie, Demokratischer Grunddienst und Grundsicherung, Ordnungssteuern, Reguliertes Einkommen, Agenturenvielfalt). Gesamten Artikel lesen »

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