Kommentar von Herbert RAUCH:

Zur Problematik des BGE (Bedingungslosen Grundeinkommens):

Die Entkoppelung von
„UMSATZDYNAMIK“ UND „SOZIALER SICHERHEIT“
durch einen Demokratischen Grunddienst (DGD oder kurz GD)

Zukunftsperspektive 1:
Jede zukunftsfähige Gesellschaft des Homo sapiens – wohl eine „Post- Wachstumsgesellschaft“ – muss den Ressourcendurchsatz drastisch senken, um die Lebensbasen der Menschheit auf den begrenzten Planeten zu erhalten.

Zukunftsperspektive 2:
Jede „Post-Wachstumsgesellschaft“ muss die Soziale Sicherheit (Mindesteinkommen, umfassende Versicherung inkl. Mindestpension) aller Menschen ermöglichen, um soziale Spannungen in Grenzen zu halten.

Je früher dies gelingt, und zwar „aus einem Guss“: sozial und ökologisch, ökologisch und sozial, desto weniger Kollateralschäden (und das können erhebliche soziale und/oder ökologische Katastrophen sein) werden zu verzeichnen sein, je später desto mehr.

Technischer Fortschritt kann und wird erheblich dabei helfen, – alles wird dieser technische Fortschritt allein ceteris paribus aber kaum „stemmen“. – Verteilung und Eigentum sind dabei intermediäre Grundkonzepte, die den „Pfad für Zukunftsfähigkeit“ entscheidend betreffen.

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Wachstum im Wandel

Im Rahmen der zweiten internationalen „Wachstum im Wandel“-Konferenz vom 8. bis 10. Oktober 2012 in Wien beschäftigten sich engagierte Menschen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und anderen Bereichen mit den wichtigsten Zukunftsfragen und arbeiteten gemeinsam an Lösungsansätzen. Dabei wurde das Wachstumsparadigma auf den Prüfstand gestellt und darüber diskutiert, was  in Zukunft wachsen soll und was endlich ist.

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Wirtschaftsentwicklung vom Ressourcenverbrauch entkoppeln

Im Rahmen eines Fachkongresses wurden verschiedene Ansätze, Maßnahmen und Lösungen zur Steigerung der Ressourceneffizienz in Österreich präsentiert und diskutiert.

Ressourcen werden knapper und teurer und die Auswirkungen des Ressourcenkonsums auf die Umwelt immer deutlicher sichtbar. Der weltweite Ressourcenverbrauch liegt derzeit bei knapp 70 Milliarden und ist damit zehnmal so hoch wie vor zehn Jahren. Die Ressourcenbilanz für Österreich weist einen Verbrauch von 66 Kilogramm pro Person und Tag aus, die Alpenrepublik liegt damit innerhalb der EU an 5. Stelle. Auch im Hinblick auf den Bericht des Club of Rome, der Verteilungskämpfe, Klimaphänomene und völlig veränderte geopolitische Rahmenbedingungen prognostiziert, gewinnt die Debatte um Ressourceneffizienz, den Einsatz innovativer Umwelttechnologien und Ökoinnovationen eine neue politische Dimension.
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Für ein Europa des  21. Jahrhunderts

Angesichts der immer offensichtlicher werdenden Unzeitgemäßheit unserer europäischen „Verfasstheit“, fordert ESD – als europäische NGO für Nachhaltige Entwicklung – alle Bürgerinnen und Bürger, alle Politiker und alle gesellschaftlich Aktiven auf – einen Appell mitzutragen, der “Europa  neu ausrichtet“.

Europa neu  „erfinden“ – bedeutet also, die EU in ihren Leitlinien und Institutionen dem 21. Jahrhundert gemäß bzgl. weiterzubilden und auszugestalten. In der Welt nach 1945 erstand Europa als „Friedensordnung“ der einstmals sich bekriegenden europäischen Völker. Es war eine großartige politische Leistung einiger Initiativträger (Monnet, Schumann u.a.), und wurde von allen Bürgern – teilweise sehr enthusiastisch – mitgetragen. Im Hintergrund schwelte damals der „Kalte Krieg“, eine seit 1989 – und dafür  sind wir  dankbar – überwundene große und gefährliche Spannung.

Seit über zwei Dekaden jedoch – seit dem Ende des Kommunistischen Ostblocks und der Vorherrschaft eines globalisierenden „Washington-Consensus“ – sind wir in einer neuen  Situation. Europa ist jetzt 2011, also in der zweiten Welle der symptomatischen Finanzkrise, aufgerufen, sich  nicht in eine Spaltung Nordeuropa versus Südeuropa hineinhetzen zu lassen, die wahrscheinlich von der Reich-Arm-Spaltung ablenken soll. Vielmehr ist Europa aufgerufen, einen zeitgemäßen „gemeinsamen  Nenner “ zu formulieren und Wirklichkeit werden zu lassen und damit auch Vorreiter auf einem Globus zu werden, der ja nolens volens bereits unter einem „planetarischen Imperativ“ steht.

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ESD vertritt dazu eine Lösung der Balance von Freiheit und Ordnung:

Dies kann für die Wehrdebatte in einem Staat wie Österreich im 21. Jhdt. folgendermaßen umgesetzt werden, und im Prinzip ähnlich für jeden Staat im Kontext einer hochtechnologisierten und teilglobalisierten Informationsgesellschaft, wie es unsere Zeit ermöglicht:

Österreich schafft eine ausreichend starke “Milizorganisation mit Berufskomponente”

Diese Bezeichnung wählte auch Gen.a.D. GREINDL, langjährig als österr. UNO-Truppen-Oberkd. tätig. Dies sorgt für eine schichtmäßige Durchmischung der jungen Staatsbürger und damit für Zusammenhaltsgrundlagen für die Souveränitätserhaltung beim Volk, wie Arttikel 1 der österreichischen Verfassung aussagt, und für verbesserte Demokratiemündigkeit der Bürgerschaft insgesamt.

Grunddienst als “Soziales Jahr”

verpflichtend für alle weiblichen und männlichen jungen Staatsbürger, als auch gesetzlich zugelassene Zuwanderungswilligen, z.B.  12 Monate dauernd.

Nach einer circa einwöchigen Einführungsphase in alle 5 Hauptsparten des Grunddienstes in den Bereichen

  • Sicherheitsdienst mit der Waffe
  • Sicherheitsdienst ohne Waffe
  • Krisen- u. Katastrophenschutzdienst
  • Assistenzdienst im Infrastrukturwesen
  • Dienst in der Entwicklungszusammenarbeit

zustätzlich zu einer 3-wöchigen Einführung in “erweiterte Staatbürgerkunde” inklusive Kursen in Erste-Hilfe, Nachhaltigkeit, interkulturelles Verstehen, Staats-Europa-und-Globalkunde, sowie Fitness-Training können die “Grunddienst-Leistenden” sich für eine der 5 Hauptsparten bezüglich ihrer weiteren Ausbildung und Verwendung selbst entscheiden.

In der Sparte ihrer Entscheidung verbleiben die Grunddienst-Absolventinnen und –Absolventen im Rahmen der jeweiligen Milizorganisation die Zeit bis zum Ausscheiden aus Altersgründen (z.B. Abrüstungszeitpunkt + 30 J.). Dabei sind sie von der Regierung für die notwendigen Übungen und Einsätze, insbesondere für Katastrophenfälle, ähnlich den bisherigen Reservisten, einberufbar.

Grunddienst-Absolventinnen und -Absolventen haben, sofern sie auch bei Milizübungen teilnehmen, einen Rechtsanspruch auf eine lebenslange Grundsicherung, die einer angehobenen Mindestsicherung entspricht. Eine staatliche Pensionsregelung erübrigt sich damit.

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Ein Abend mit Oskar NEGT in der „um die österreichischen Arbeitskultur hoch-verdienten“ Arbeiterkammer Wien: Gesamten Artikel lesen »

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Can we continue with an “economy of growth”? – And if not, what are the implications?

This was the theme of a two-days conference held in Vienna from 26th – 27th November 2010 which brought together some of Europe’s specialists in economics and social research. The conference was organised by PLENUM Gmbh (a consulting agency for holistic sustainable development) and ESD (European Association for the Promotion of Sustainable Development)

In a peak everything era (Ref; Richard HEINBERG) with an increasing scarcity in many respects, what type of guiding  v i s i o n  is necessary to bring about the necessary changes in social and institutional arrangements?

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Können wir weitermachen mit unserer “Wachstums-Ökonomie”?  Und wenn nicht, was folgt daraus?

Dies war das Thema einer zweitägigen Konferenz am 26. und 27. November 2010  in Wien, die von der „PLENUM Gmbh” (einer Beratungs-Agentur für ganzheitliche nachhaltige Entwicklung) und der  “European Association for the Promotion of Sustainable Development” (ESD) organisiert wurde und Experten aus Ökonomie, der Nachhaltigkeitsforschung und den Sozialwissenschaften zusammenbrachte.

Im Zentrum der Referate und Diskussionen stand die Frage, welches Leitbild in einer „peak everything“-Ära, in der Ressourcen stetig knapper, die Auswirkungen des Klimawandels immer spürbarer und immer mehr Menschen von Armut bedroht werden, vonnöten ist, um die wirtschaftlichen, institutionellen und gesellschaftlichen Strukturen nachhaltig zu verändern.

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Vorbereitung der Titanic II

Die ESD-Publikation „Die Wende der Titanic I“ diagnostiziert an Hand der Beobachtungen der Weltlage rund um den Jahrhundertwechsel und damit verbundener kritischer Bewertungen Missstände des gesellschaftlichen und politischen Handelns und ruft zum Umdenken auf. Das Umdenken besteht im wesentlichen
+ die Wachstums – orientierte Wirtschaft zu ersetzen durch ein politisches und wirtschaftliches System, das sich der Ressourcenschonung verpflichtet, und gleichzeitig
+ eine angemessene soziale Ausgeglichenheit schafft.

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ESD-Diskurse

Nach fast 2 Jahren hat sich ESD entschlossen, die ESD Jour Fixe Treffen durch Diskursforen abzulösen, die Woche für Woche einem kurzfristig angesetzten Thema gewidmet werden und im Cafe Votiv stattfinden werden.

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