Die LINKEN sind ein HINDERNIS geworden.

Gleichheit,

Freiheit,

Brüderlichkeit,

strebten sie an, das war einmal. „Anstreben“ war einmal: wer schon die „Wahrheit“ hat…
Dogma und Tabu – regieren nun den “linken Traum”.
Es gibt aber keine einzige linke Utopie, die halbwegs konkret durchdacht ist.

Nur Dogmas:

* Das Menschenbild: wenn wir die Menschen als “gut denken”, dann “sind“ sie gut (wir definieren)!

* Die Gleichheit: nicht nur gleiche, freie und geheime Wahlen sollen es nun sein; nein, allen alles!

Und alles „gendern“, of course, politically correct!

* Die Emanzipation: geworden wie die Lufthansa-Werbung: der Himmel soll „grenzenlos“ sein!

* Die Multikultigesellschaft: viele Werte können an einem Ort nebeneinander existieren (Sharia und Grundgesetz), wir tolerieren sie mal einfach, denn sie werden sich schon noch “bekehren”, die „klassenlose Gesellschaft“ kommt von selbst, z.B. wenn wir alle vielfältigen Werte zulassen: Alles mit allen. (Die Praxis: Alt-68er leben ja schon von fetten Gehältern, und tollen Spesen obendrauf.)

Die Evolution hat zwar anderes beschert, aber egal was die Humanethologie beschreibt, wir wissen es besser, und wir diskutieren nicht mehr, die “‘Anderen” sind einfach retardierte Konservative.

* Hierarchie soll nicht sein, darf nicht sein – also gibt‘s nicht! (außer unser Parteisekretariat natürlich…)

* Besondere Verantwortung – klingt ja nach Elite – soll nicht sein, darf nicht sein – also gibt‘s nicht! (außer unsere Sprecher natürlich…)

* Multikulti – das soll sein, das darf sein, also gibt‘s es auch – auch wenn‘s nicht geht (Sharia und Grundgesetz in Neukölln!)

„Wir Linken, die die Zukunft gepachtet haben, wir wissen es ja besser. Wir ignorieren alle anderen oder schalten ab, Kopf in den Sand, oder laufen in unnötigen Diskussionen davon und behaupten und fordern und beanspruchen drauflos!“

Gibt es eine „mentale Trance“, in die selbst die intelligentesten Köpfe verfallen können, wenn sie nur lang genug in solch einem Milieu sind, so dass auch diese Köpfe die Dogmen stur verfechten? Offenbar doch und immer wieder. Linke kamen einmal aus dem Elan gegen engstirnige Autoritäten, die auch nach dem Weltkrieg weiterschwelten. Und viele waren begeistert. Viele machten mit bei vielen Anliegen: gegen den Vietnam-Krieg, gegen die schwarze Pädagogik… Damals diskutierten wir noch gemeinsam auf der Suche nach der “besseren Welt”. Zwentendorf-, Hainburg-, Gorleben-Erfahrungen wurden möglich…

Aber nun: Im Hinterzimmer sitzen die Besserwisser. Sie verwenden nach außen nie das Wort Marxismus oder ähnliches seitdem die Sowjetunion implodiert ist (gewaltfrei dank der Großherzigkeit eines GORBATSCHOW). Aber sie bestehen auf dem “Bibel” der Mehrwertlehre … oder ähnlichem: jedenfalls gegen, gegen, gegen … und verwenden fast die gleichen Argumente wie früher, wie immer, wo immer. Ein echter Diskurs scheint ihnen nicht mehr nötig, sie brauchen keinen Diskurs – sie belehren, bekehren, – die „anderen“!

Der Club of Rome sagt: Viele Linke haben eine Hidden Agenda (sie sagen nicht was sie wirklich denken…): Sie sind eben immer heimlich einer „internen Meinung“, sie entwickelten auch gar keine eigenen Gedanken mehr – schon gar nicht im Gespräch mit den “Retardierten”. Sie sehen diese Zurückgebliebenen nur mitleidig an, setzen da oder dort einen Akzent, dann immer mehr nur einen Slogan, am Ende nur mehr ein Codewort: “Basisdemokratie”, “Gleichheit”, “Solidarität”. – Was, Du willst es nicht verstehen; warte nur, uns gehört die Zukunft. Wir gehen nie auf Dich ein, nie auf einen anderen Gedanken, suchen nie auf das Argument ein Gegenargument – wir wissen(!) es ja schon besser… Wir schlagen auch nicht auf jemanden ein (das überlassen wir dem “Schwarzen Block”), wir ignorieren die armen Seelen einfach. Wir haben schon das “Heil (igtum)” entdeckt, wir brauchen also nicht mehr um Schlussfolgerungen zu ringen.

Herbert Rauch

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