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	<title>ESD</title>
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	<description>European Association for the Promotion of Sustainable Development</description>
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		<title>Die Entkoppelung von „UMSATZDYNAMIK“ und „SOZIALER SICHERHEIT“ durch einen Demokratischen Grunddienst</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 22:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Kommentar von Herbert RAUCH: Zur Problematik des BGE (Bedingungslosen Grundeinkommens): Die Entkoppelung von „UMSATZDYNAMIK“ UND „SOZIALER SICHERHEIT“ durch einen Demokratischen Grunddienst (DGD oder kurz GD) Zukunftsperspektive 1: Jede zukunftsfähige Gesellschaft des Homo sapiens – wohl eine „Post- Wachstumsgesellschaft“ &#8211; muss den Ressourcendurchsatz drastisch senken, um die Lebensbasen der Menschheit auf den begrenzten Planeten zu erhalten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kommentar von Herbert RAUCH:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Zur Problematik des BGE (Bedingungslosen Grundeinkommens):<br />
</strong> <strong><br />
Die Entkoppelung von<br />
„UMSATZDYNAMIK“ UND „SOZIALER SICHERHEIT“<br />
durch einen Demokratischen Grunddienst (DGD oder kurz GD)</strong></p>
<p><em>Zukunftsperspektive 1:</em><br />
Jede zukunftsfähige Gesellschaft des Homo sapiens – wohl eine „Post- Wachstumsgesellschaft“ &#8211; muss den Ressourcendurchsatz drastisch senken, um die Lebensbasen der Menschheit auf den begrenzten Planeten zu erhalten.</p>
<p><em>Zukunftsperspektive 2: </em><br />
Jede „Post-Wachstumsgesellschaft“ muss die Soziale Sicherheit (Mindesteinkommen, umfassende Versicherung inkl. Mindestpension) aller Menschen ermöglichen, um soziale Spannungen in Grenzen zu halten.</p>
<p>Je früher dies gelingt, und zwar „aus einem Guss“: sozial und ökologisch, ökologisch und sozial, desto weniger Kollateralschäden (und das können erhebliche soziale und/oder ökologische Katastrophen sein) werden zu verzeichnen sein, je später desto mehr.</p>
<p>Technischer Fortschritt kann und wird erheblich dabei helfen, &#8211; alles wird dieser technische Fortschritt allein ceteris paribus aber kaum „stemmen“. – Verteilung und Eigentum sind dabei intermediäre Grundkonzepte, die den „Pfad für Zukunftsfähigkeit“ entscheidend betreffen.</p>
<p><span id="more-345"></span></p>
<p>Pfad-These 1:<br />
Es ist das „Kapitalismusproblem“ nicht grundsätzlich und primär als „Verteilungsproblem“ zu lösen. &#8211; Im Kapitalismus dominiert eben das sog. „Kapital“ (und seit dem Washington-Consensus insbes. das Finanzkapital) alle anderen Produktionsfaktoren (Arbeit, Ressourcen), und bewirkt damit, dass „<em>Partikulargewinn vor Gemeinwohlbeitrag</em>“ zu stehen kommt. – Eine bessere Verteilung von Gewinn allein kann also das Umsatzproblem heute nicht mehr lösen. Umsatz-machen, d.h. mehr produzieren und mehr verkaufen, &#8211; auch bei erheblichen techn. Fortschritt &#8211; steigert somit den „Ökologie-Verbrauch“. Außer dieser wird für alle Mitspieler a priori „streng gedeckelt“, – und zwar in absoluten Werten, die auch durchgesetzt werden.</p>
<p>Pfad-These 2:<br />
Auch nicht allein die Lösung des „Eigentumsproblem“ kann Generationenfähigkeit erreichen. &#8211; Obwohl eine Unterscheidung in „kleines Eigentum“ (Haushalt i.w.S.) und „großes Eigentum“ (Investitionspotential i.w.S.) sinnvoll ist, könnte auch ein Totalverstaatlichung dem Umsatzexpansions-Druck nicht grundsätzlich entkommen (es wäre nur eine Management-Verlagerung von Gewinnstreben zu Privilegienstreben (mit allen Cliquenbeiwerk, vgl. u.a. Milovan DJLAS, 1972: Die neue Klasse). – Nur eine „Neu-Ressourcen-Rückfahren des Weltabkommen der wichtigsten (Teil-)Souveränen Einheiten“ und demgemäß ressourcenrückfahrende strikte Gesetze in den Teil-Souveränen Einheiten könnten m.E.n. Wesentliches zur Lösung beitragen. Zudem ist auch das „Zinsproblem“ zu neutralisieren.</p>
<p>Der öffentliche Diskurs laboriert seit 2 Dekaden an halbgegorenen Argumenten rund um „Freiheit, Leistung, Eigentum“, diesen vagen Begriffen mit vielen Konnotationen. Noch gilt: Im Namen der Freiheit und der Leistung vermittelt über einen im Grunde noch unbegrenzten Eigentumsbegriff und seine im Gefolge dem gemäßen Schuldner-Gläubiger-Verhältnisse können wir uns (exportabhängig, transfereinkommensabhängig, …) nicht aus der Wachstums-Falle befreien. Daran reiben sich Alt-Links und Alt-Rechts, und die Neuen (Grüne, Piraten, etc.) ignorieren dieses Problem noch öffentlich als Politikfeld, sofern es schon überhaupt schon in den Fokus der Aufmerksamkeit gekommen ist.</p>
<p>Derzeit ist eine Mindestversorgung aller aus dem kapitaldominierten „Umsatzbetrieb“ herauszu“saugen“. Was auch geschieht &#8211; mit mehr oder weniger Schuldenmachen. Dann wird versucht die Mittel dafür über Transferleistungen allgemein und (wenigstens bzgl. des Minimums) möglichst „gleich“ zu verteilen bzw. nur begründet ungleich, z.B. Kinderbeihilfen. Damit bekommen aber die Gewerkschaften und auch alle „Armen“ ein existentielles Interesse an der Umsatzsteigerung &#8211; immer mehr Arbeitsplätze müssen her! So steigt Expansion und damit auch der Neu-Ressourcenverbrauch und zwar bis eine Ressourcenkatastrophe, auch Klima ist hier mitzurechnen, als Schockereignis dem ein drastisches Ende setzt. Das ist der Punkt! Es gibt somit keine politisch namhafte Kraft, die diese „Expansionitis“ der Weltzivilisation stark genug (etwa von 100% 2012 auf 10-20% in 2052) planmäßig herunterfahren kann.</p>
<p>Seit das ökologische Problem also drängend ist und täglich drängender wird, ist ein Anheizen des Umsatzbetriebes, also eine allgemeine Steigerung des Verkaufens, und zuvor der Produktion dafür, kontraproduktiv im Sinne der „Generationenfähigkeit“. Es unterminiert die Lebensbasen, die Ressourcen, die Natur innerhalb derer auch unsere Spezies lebt.</p>
<p>Der Verteilungsansatz will einfach mehr von den Steuerleistungen aller Art ablassen können. Leistungen, die zusammen den öffentlichen Haushalt bilden und ins Budget „abfallen“ und dann zur allgemeinen Verteilung hin-kanalisieren werden. Aber im XXI. Jh. bedeutet ein Mehr an Umsatz eine Unterminierung der 1. Perspektive, nämlich der grundlegenden Lebensbedingung der Menschheit (der „secure-base“). Diese lebensnotwendigen Verringerung des ökologischen Neu-Ressourcendurchsatzes und das betrifft Tropenwälder und allen Boden (seltene Erden und Metalle insbes.), Ozeane und alle Süßgewässer, Flora und Fauna – also die gesamte „Erdkruste“, die ja so dünn wie eine Apfelschale im Verhältnis zum Apfel ist.</p>
<p>Wie aber kann man die „Soziale Sicherheit“ aller Menschen ermöglichen, denn auch das ist unabdingbar, wenn nicht über Transferleistungen immer größerer öffentlicher Haushalte, die sich dann auch noch verschulden müssen etc.?</p>
<p>Wenn wir</p>
<ul>
<li> die (fast) totale Planwirtschaft als misslungenes Experiment (Kommunismus),</li>
<li> die Schenk-Clan-Wirtschaft als freiheitseinengende Stammes-Wirtschaft werten (die historisch überholt ist, samt Häuptling und Medizinmann, und man bewahre uns vor einer Verallgemeinerung dörflicher „Jagdszenen in Niederbayern“ als Idylle), und</li>
<li> den Traum vom „heiligen neuen Menschen (das war doch schon öfter …)“, der einfach freiwillig immer das arbeitet was gebraucht wird, grundsätzlich als eher fundamentalistisches „Phantastoid“ erkennen,</li>
</ul>
<p>gibt es dann überhaupt eine Lösung?</p>
<p>Ja, mEn. es gäbe dennoch eine sozial und ökologisch verträgliche Lösung: die  M i n d e s t erfordernisse</p>
<ul>
<li> an  A r b e i t  und auch</li>
<li> an  G r u n d g ü t e r n</li>
</ul>
<p>werden gesellschaftlich „g l e i c h &#8211; verteilt“.</p>
<p>Das bedingt etwas wie einen „verpflichtenden Demokratischen Grunddienst“ (GD) für alle jungen Staatsbürger, in moderatem Ausmaß (N Monate Grunddienst), wofür eine lebenslange Grundsicherung (bei moderaten M Wochenstunden bis zum L.ten Lebensjahr) vom jeweiligen Souverän zugesichert wird.</p>
<p>Was außer einem sowieso auch psychisch und sozial bedenklichen Traum von „ a l l e s  f r e i w i l l i g“ geben wir damit auf?<br />
Antwort: Bloß eine „Überemanzipation“, die zur Selbstausbeutung weniger, und zum „Nichtgebraucht-werden-Gefühl“ vieler führen kann und damit auch zu einer Unregierbarkeit, zu chaotischen Zuständen und danach evtl. zu faschistoiden Entwicklungen? Und Grundversorgung und Infrastruktur können so – durch einen GD &#8211; auch der Vorherrschaft des Finanzmarktes entwunden werden.</p>
<p>Ausgangslage 2012 ist, dass die Spezies „Mensch“ im XXI. Jh. eine beträchtliche Produktivität erreicht hat: Mittels technischen Fortschritts, raffinierten Managements und immer rational ausgefeilterer Organisation mit Rollen und Regeln. Weiteres einem erheblichen Know-How, um viele diverse Produkte zu erzeugen und Leistungen – „öffentliche“ (Bildung, Verkehr etc.) und „privat-gemanagte“ (Konsumprodukte etc.) &#8211; zu erbringen. An all dieser hat man sich in der Spezies Mensch gewöhnt, insbesondere im sog. Norden und bei den „Wohlhabenden“ allerorten.</p>
<p>Beispiel: In einen Land wie  Ö s t e r r e i c h , im Zentrum Europas gelegen, mit ca. 8 Millionen Einwohnern, davon etwa die Hälfte (knapp 4 Millionen) in Erwerbstätigkeit stehend (also mehr oder weniger Steuerleistungen erbringend, und damit die öffentlichen Haushalte auffüllend), kann man sagen, dass in der ersten Dekade des XXI. Jh. grosso modo</p>
<ul>
<li> 45% der Erwerbstätigen in den Nicht-Infrastrukturen (Sachgütererzeugung, Handel, Bauwesen, Tourismus, Bergbau),</li>
<li>30% der Erwerbstätigen in den Infrastrukturen (Verwaltung, Verkehr, Unterrichtswesen, Gesundheit, Soziales, Energie- und Wasserversorgung),</li>
<li>10% in BVR-Sektor (Banken und Bankähnliche Organisationen, sowie Versicherungen und Realitätenwesen), sowie etwa</li>
<li>10% in diversen Sonstigen Dienstleistungen bzw. Erzeugungen beschäftigt waren und sind, und nur</li>
<li>5 % in Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft<a href="#_ftn1">[1]</a>.</li>
</ul>
<p>So groß ist die Leistungsfähigkeit unserer Zivilisation also geworden, dass – um im überschaubaren Beispiel zu bleiben – in einem „fortgeschrittenen Land wie Österreich“ also bereits 2-3% der Erwerbstätigen ( in der L a n d w i r t s c h a f t ) ausreichen, um alle Bewohner sicher und ausreichend, wenn auch nicht unbedingt mit Überseefeinheiten, ernähren zu können.</p>
<p>Frage: Wie kann man in solchen einem – hier systemisch grob betrachteten &#8211; Zivilisationssystem nun die Soziale Sicherheit aller gewährleisten, ohne den „ U m s a t z  im Allgemeinen“ (und damit mindestens indirekt auch die Neu-Ressourcenbelastung) weiter zu belasten? Denn aus dem Umsatz werden ja auch alle Transferleistungen und also auch alle Sozialleistungen bezogen und „verteilt“. &#8211; Ja, wie könnte man diese vielmehr schrittweise entlasten?</p>
<p>Antwort: Indem man – wie als Möglichkeit oben erwähnt &#8211; einen nicht-marktorientierten „ Demokratischen G r u n d d i e n s t “ (GD) – gleichsam einen „verbreiterten Zivildienst für alle Jüngeren“ – einrichtet, der als „staatsbürgerliche Pflicht“ (wenn auch nicht zwangsexekutiert), als „umfassender Friedensdienst“ anstelle des bisherigen jahrhundertealten „Kriegsdienstes“ legitimiert und organisiert wird, und damit alle Infrastrukturleistungen sicherstellt, ebenso soziale Stabilität bewirkt. Die „Erwerbs-Hetzerei“ für das Lebensnotwendige hört sich damit auch für alle jene auf, die keine Luxusbedürfnisse für sich kultivieren und also bedienen wollen.</p>
<p>Denn alle Infrastrukturen werden dabei zwar von Ingenieuren, Verwaltungsjuristen, Technikern aller Art, kurz gut-ausgebildeten Fachleuten in allen leitenden und mittleren Positionen bewerkstelligt, aber von jungen „Assistenzdienstleistenden“ (im GD) in den vielen exekutiven Positionen (mit)betrieben.</p>
<p>Wasserversorgung, Energieversorgung, Bildung, Gesundheit, Verkehr, Justiz, Verwaltung i.w.S. etc. werden so „ m a r k t f r e i  gestellt“, aber können dennoch die Versorgung der Bevölkerung mit allen Grundgüter infrastrukturell absichern, und zwar auch ohne die – bzw. vor der &#8211; Großkrise eines Zivilisationskollaps. (Die Grundnahrungsabsicherung kann dabei bzgl. der Einzelprodukte sehr gut von Regio-Bio-Erwerbstätigen – primär über einen  R e g i o n a l m a r k t &#8211; erreicht werden; z.B.: die EU hat derzeit 271 Regionen im Regionalrat versammelt).</p>
<p>Wenn also diese Grundversorgung nicht mehr ausschließlich bzw. primär über einen „Rendite“- und damit indirekt „Umsatz“-orientierten Global-Markt gegeben ist, kann so „Soziale Sicherheit“ für alle über eine andere Organisationsform möglich werden. Eben aus einer primär regenerativen Logik heraus organisiert (und nicht aus einer expansionistischen, exploitativen Logik heraus). D.h. ohne den Markt und seine „ i n h ä r e n t  e x p a n s i v e  L o g i k “ in Kauf nehmen zu müssen (vgl. S. STAGL, T. JACKSON, R. DOUTHWAITE, D. KORTEN, N. PAECH u.a.). Das ist m.E.n. der entscheidende Punkt für eine enger gewordene Welt, in der wir dem „planetaren Imperativ“ – der eben primär ein ökologischer ist – Rechnung tragen müssen, wollen wir nicht den Untergang einer Zivilisation (mit bereits viel Freiheitsräumen, viel Optionen, viel prinzipiell möglicher Grundversorgung etc.) riskieren.</p>
<p>Dass wir dabei auch den Bonus einer allgemeinen Lebensarbeitszeitverkürzung mit-dazu-bekommen, könnte uns eigentlich allgemein freuen.</p>
<p>Wenn Europa dbzgl. mit gutem Beispiel vorangeht, und dazu auch</p>
<ol>
<li>dem verhängnisvollen Wachstumspfad „abschwört“ (vgl. St.HESSEL – E.MORIN, Wege der Hoffnung, 2011), und</li>
<li> weltweite Verhandlungen für einen „ G L O B A L   D E A L “ – mit aller Kraft vorangetriebene werden, wäre ein entscheidender Schritt in eine lebensfähige Zukunft getan.</li>
</ol>
<p>Mit einem solchen Global Deal kann man auch</p>
<ul>
<li> den unseligen Standortwettbewerb als „Race to the bottom“ aufheben,</li>
<li> Subsidiarität legal einbauen und</li>
<li> regionale Souveränität für Grundnahrung, Wasser und Mindestenergie herstellen (vielleicht fallweise nur mehr oder weniger gelungen, je nach Gegebenheiten, aber notfalls ausreichend).</li>
</ul>
<p>Wenn veraltete Klassenkampf-Ideologien aber  z u e r s t  einmal alle Menschen aller Länder auf „westliches  K o n s u m n i v e a u “ bringen wollen, &#8211; aus vermeintlichem (eurozentrischen) Gerechtigkeitsstreben, bzw. einer Idee von „Gleichverteilung“ (nach oben) &#8211; wird die Lebensbasis aller so sehr beeinträchtigt, dass ein „Kollaps“ unserer Zivilisationserrungenschaften kaum vermeidbar sein könnte. Das wollen aber die oft schon auf viel besserem Lebensqualitäts- und Zufriedenheitsniveau lebenden  S ü d l ä n d e r  kaum. Man frage sie! Viele umfassende Indexe zeigen, dass z.B. die Philippinen und Ghana schon ein insgesamt besseres Zufriedenheitsniveau erreichen als USA und UK und zwar mit einem Bruchteil vom BIP dieser sog. „Reicheren Staaten“.</p>
<p>Allerdings: Die sog. „westlichen Länder“ werden sich auf einen erheblichen jährlichen Rückgang des  N e u &#8211; R e s s o u r c e n d u r c h s a t z e s  in den nächsten Dekaden einstellen müssen, möglichst geplant und intelligent („by design not by desaster“, vgl. S. STAGL, 2011). Alle technische Innovation und Intelligenz wird dafür gebraucht werden, auch unternehmerisches Projektmanagement. Aber durch Förderungen, Ver- und Gebote kann der immer noch (zwar schrumpfende aber notwendige) Ressourcendurchsatz auf generationenfähige Schienen gesetzt werden. Wie die ökologische Ökonomie aussagt: In 30 Jahren werden wir mit einem Bruchteil des derzeitigen Neu-Ressourcendurchsatzes im Norden auskommen müssen und dabei evtl. auch sogar mehr „Zufriedenheit“ erreichen können: z.B. Zeit- nicht Güterreichtum. Schließlich hätten wir damit auch einen Weg gefunden „generationenfähig“ zu sein, um damit unseren Kindern und Kindeskindern eine noch (halbwegs) intakte Welt zu übergeben.</p>
<p>Der „ M a r k t “ ist sinnvoll und effizient, aber er wird – so oder so &#8211; auf seinen Platz verwiesen werden müssen. D.h. die wichtigsten Hauptstränge der Zivilisation sind im Sinne des Gemeinwohls zu verwalten, streben Regionalsouveränität an und können auch sinnvolle Regeln (Mindest –und Maximal-Einkommen, Grunddienst-Grundsicherung uvm.) „in Akkord“ mit einem Global-Deal einführen. Ein Globalmarkt bleibt erhalten, wo Globalität im Sinne von Lebensqualität (s. Medizinisches Können u.ä.) angemessen ist. Dies auszudefinieren wird Teil eines Global-Deal und seines „Permanenten Sekretariats“ (vgl. Helsinki-Prozess) sein müssen.</p>
<p>Grundvorsorge (= die soziale Sicherheit pro Region) kann also ohne Markterpressung, die bisher inhärent in der Globalisierung nach dem Washington–Consensus von 1990 verpackt war und aus dem HAYEK-FRIEDMAN-Glaubenssatz „Der Markt könne alles besser lösen“, was THATCHER und REAGAN übernommen haben, sichergestellt werden. Auch ist eine identitätsstiftende Inklusivität aller Bürger damit über die Wohnsitz-Region angebahnt und damit auch einen im Grunde schon überholten Dualismus von „Gut und Böse“, letzteres meist lokalisiert als „oben und außen“, wird es somit auch immer weniger geben.</p>
<p>Mit dem „Demokratischen Grunddienst“ (kurz GD) ist also eine zentrale  E n t k o p p e l u n g  des Umsatzes von der Sozialsicherung grundgelegt. Dies ist mEn. eine der wichtigsten Säulen einer „Post-Wachstumsgesellschaft“. Dabei ist die Trennung von</p>
<ul>
<li> Infrastruktur und</li>
<li> Nicht-Infrastruktur</li>
</ul>
<p>theoretisch vorweg auszuarbeiten (und hier bereits vorausgesetzt und eingebaut).</p>
<p>Grunddienst und Grundsicherung können so verwirklicht werden. Die individuelle Freiheit bleibt erhalten, ja verfestigt sich. Kriminalität könnte sinken, Freiräume können weiter und überall wachsen&#8230;</p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> Vgl. Wirtschaftsstudio im österr. Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, jährliche Publ.: „Österreichs Wirtschaft im Überblick“.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Konferenz Wachstum im Wandel 2012</title>
		<link>http://www.esd-eu.org/konferenz-wachstum-im-wandel-2012</link>
		<comments>http://www.esd-eu.org/konferenz-wachstum-im-wandel-2012#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 23:21:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Wachstum im Wandel Im Rahmen der zweiten internationalen „Wachstum im Wandel“-Konferenz vom 8. bis 10. Oktober 2012 in Wien beschäftigten sich engagierte Menschen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und anderen Bereichen mit den wichtigsten Zukunftsfragen und arbeiteten gemeinsam an Lösungsansätzen. Dabei wurde das Wachstumsparadigma auf den Prüfstand gestellt und darüber diskutiert, was  in Zukunft wachsen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wachstum im Wandel</strong></p>
<p>Im Rahmen der zweiten internationalen „Wachstum im Wandel“-Konferenz vom 8. bis 10. Oktober 2012 in Wien beschäftigten sich engagierte Menschen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und anderen Bereichen mit den wichtigsten Zukunftsfragen und arbeiteten gemeinsam an Lösungsansätzen. Dabei wurde das Wachstumsparadigma auf den Prüfstand gestellt und  darüber diskutiert, was  in Zukunft wachsen soll und was endlich ist.</p>
<p><span id="more-331"></span>Der erste Tag stand im Zeichen der Bestandsaufnahme: Das Wachstumsparadigma unserer derzeitigen Strukturen, Denk- und Handlungsweisen wurde auf den Prüfstand gestellt, Krisenphänomene beleuchtet und Grenzen ausgelotet. Gemeinsam widmeten sich die Teilnehmer der Frage, welches Bild wir davon haben, was in Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunft wachsen soll und was endlich ist und wie wir in Zukunft wirtschaften, leben und arbeiten wollen. Vor allem ging es darum, wie der Wandel von innen heraus gestaltet werden kann, sowie um die Entwicklung von konkreten Vorstellungen und Alternativen.</p>
<p>Im Zentrum der Diskussionen standen folgende Fragen:</p>
<ul>
<li>Wollen wir es so, wie wir es uns eingerichtet haben?</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie kann ein alternativer, auf Lebensqualität basierender Entwicklungspfad aussehen? Und wie kann er realisiert werden?</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie sieht das Wirtschafts- und Finanzsystem aus, das uns in diese Zukunft trägt?</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie können wir den Wohlstand und die Lebensqualität, die wir uns wünschen, messen?</li>
</ul>
<ul>
<li>Wie gehen wir mit Grenzen um?</li>
</ul>
<ul>
<li>Und wie gestalten wir einen gesellschaftlichen Prozess, der uns Antworten auf die Frage liefert, wie ein gutes Leben jenseits des quantitativen Wachstums aussieht?</li>
</ul>
<p>„Wachstum im Wandel“ ist eine Initiative des Lebensministeriums, die Institutionen, Organisationen und Menschen dazu einlädt, sich mit Fragen zu Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität auseinander zu setzen. An der Initiative beteiligen sich über 20 Partnerinstitutionen, darunter Ministerien, Landesregierungen, Interessenvertretungen, NGOs und Unternehmen. „Wachstum im Wandel“ versteht sich als inter-institutionelles Netzwerk, wo gemeinsam wesentliche Fragestellungen erforscht werden und neue Formen der Zusammenarbeit entstehen.</p>
<p>Mehr Informationen unter <a href="http://www.wachstumimwandel.at/">http://www.wachstumimwandel.at/</a>.</p>
<p>ESD – Silvia Anner</p>
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		</item>
		<item>
		<title>envietech 2012 &#8211; Fachkongress Ressourceneffizienz und Umwelttechnologie</title>
		<link>http://www.esd-eu.org/envietech-2012-fachkongress-ressourceneffizienz-und-umwelttechnologie</link>
		<comments>http://www.esd-eu.org/envietech-2012-fachkongress-ressourceneffizienz-und-umwelttechnologie#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 23:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blue Economy]]></category>
		<category><![CDATA[envietech]]></category>
		<category><![CDATA[International Resource Panel]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensministerium]]></category>
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		<category><![CDATA[REAP]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourceneffizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelttechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsentwicklung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.esd-eu.org/?p=326</guid>
		<description><![CDATA[Wirtschaftsentwicklung vom Ressourcenverbrauch entkoppeln Im Rahmen eines Fachkongresses wurden verschiedene Ansätze, Maßnahmen und Lösungen zur Steigerung der Ressourceneffizienz in Österreich präsentiert und diskutiert. Ressourcen werden knapper und teurer und die Auswirkungen des Ressourcenkonsums auf die Umwelt immer deutlicher sichtbar. Der weltweite Ressourcenverbrauch liegt derzeit bei knapp 70 Milliarden und ist damit zehnmal so hoch wie vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wirtschaftsentwicklung vom Ressourcenverbrauch entkoppeln</strong></p>
<p>Im Rahmen eines Fachkongresses wurden verschiedene Ansätze, Maßnahmen und Lösungen zur Steigerung der Ressourceneffizienz in Österreich präsentiert und diskutiert.</p>
<p>Ressourcen werden knapper und teurer und die Auswirkungen des Ressourcenkonsums auf die Umwelt immer deutlicher sichtbar. Der weltweite Ressourcenverbrauch liegt derzeit bei knapp 70 Milliarden und ist damit zehnmal so hoch wie vor zehn Jahren. Die Ressourcenbilanz für Österreich weist einen Verbrauch von 66 Kilogramm pro Person und Tag aus, die Alpenrepublik liegt damit innerhalb der EU an 5. Stelle. Auch im Hinblick auf den Bericht des Club of Rome, der Verteilungskämpfe, Klimaphänomene und völlig veränderte geopolitische Rahmenbedingungen prognostiziert, gewinnt die Debatte um Ressourceneffizienz, den Einsatz innovativer Umwelttechnologien und Ökoinnovationen eine neue politische Dimension.<br />
<span id="more-326"></span><br />
Ziele zur Steigerung der Effizienz bei der Nutzung natürlicher Ressourcen in Österreich sind im Ressourceneffizienz Aktionsplan (REAP) festgelegt, der im Rahmen eines Multistakeholderprozesses unter Leitung des Lebensministeriums im Zeitraum von 2009 bis 2011 entstanden ist. Er identifiziert wesentliche Handlungs- und Aktionsfelder und benennt Instrumente und Maßnahmen für eine konkrete Steigerung der Ressourceneffizienz.</p>
<p>Lösungen für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaftsentwicklung durch Umwelttechnologien und Ökoinnovationen standen auch im Zentrum des Fachkongresses „Ressourceneffizienz und Umwelttechnologie“, bei dem Wolfram Tertschnig, Leiter der Abteilung &#8220;Nachhaltige Entwicklung und Umweltförderpolitik&#8221; im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW), den REAP präsentierte. „Langfristiges Ziel des Aktionsplans ist es, die österreichische Wirtschaftsentwicklung vom Ressourcenverbrauch und den damit einhergehenden Umweltauswirkungen absolut zu entkoppeln“, erklärte Tertschnig. Bis 2020 müsste die Ressourceneffizienz in Österreich gegenüber 2008 um 50 Prozent gesteigert und damit der Ressourcenverbrauch insgesamt deutlich reduziert werden. Dazu wurde auch ein umfassendes Maßnahmenprogramm zur Ressourceneffizienz in der Produktion, zu Kreislaufwirtschaft bzw. Sekundärrohstoffwirtschaft, bezüglich der öffentlichen Beschaffung, im Hinblick auf Bewusstseinsbildung und der Nutzung von Synergien erarbeitet.</p>
<p>Gunter Pauli, Begründer der „Blue Economy“, der 1994 mit Unterstützung durch die japanische Regierung und die United Nations University in Tokio die Zero Emissions Research Initiative initiierte, und einer der Keynote Speaker des Kongresses, präsentierte Beispiele einer ressourceneffizienten Kaskadenindustrie, die etwa Bambushäuser für Südamerika produziert oder Kaffeesatz für die Züchtung von Pilzen nutzt. In seinem 2010 erschienenen Bericht an den Club of Rome „The Blue Economy“ beschreibt Pauli ein Konzept, dessen Prinzipien vor allem auf den Funktionsgesetzen von natürlichen Ökosystemen basieren und das Emissionen und Abfälle als fehlgeleitete Ressourcen versteht. „Mit einer Änderung des Geschäftsmodells, bei dem wir nicht von einem Kernprodukt ausgehen und das nur verbessern, sondern ein Kaskadensystem entwickeln, können wir Arbeitsplätze schaffen, soziales Kapital aufbauen und Wirtschaft und Gesellschaft in Richtung Nachhaltigkeit lenken. Nachhaltigkeit bedeutet die Kapazität, um die Bedürfnisse aller mit dem zu befriedigen, was wir haben“, plädierte er für ein ökonomisches Umdenken, das sich von der Natur inspirieren lässt.</p>
<p>Marina Fischer-Kowalski, Leiterin des Instituts für Soziale Ökologie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und Mitglied des International Resource Panel des United Nations Environment Programme (UNEP), ging im Rahmen des Fachkongresses anhand der Ergebnisse des jüngsten Assessment durch das IRP der Frage nach, wie eine reduzierte Ressourcennutzung zu erreichen ist und was sie für die Lebensqualität der Menschen und für Arbeitsplätze bedeutet. Während es in den Industrieländern seit den 70er Jahren trotz wirtschaftlichem Wachstums eine Stagnation des Ressourcenverbrauchs gibt, geht in den Schwellenländern, besonders in Brasilien und China die Entwicklung in Richtung fossilbasierter Energieträger. „Unter der Annahme, dass die Industrieländer bis 2050 ihren Ressourcenverbrauch halbieren und die Schwellenländer dorthin aufholen“, so Fischer-Kowalski, „sind Ressourceneinsparungen nur dann ökonomisch sinnvoll, wenn die Rate über dem Wirtschaftswachstum liegt. Die von der EU vorgeschlagenen Strategien zielen auf eine Veränderung der menschlichen Ernährung &#8211; das könnte ein Viertel des Ressourcenverbrauchs einsparen -, kein weiteres Nettowachstum gebauter Infrastruktur und ein Re-Design von Produkten in Richtung Langlebigkeit und Recycling.“</p>
<p>ESD – Silvia Anner</p>
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		<title>EUROPA NEU ERFINDEN</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 11:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für ein Europa des  21. Jahrhunderts Angesichts der immer offensichtlicher werdenden Unzeitgemäßheit unserer europäischen „Verfasstheit“, fordert ESD – als europäische NGO für Nachhaltige Entwicklung &#8211; alle Bürgerinnen und Bürger, alle Politiker und alle gesellschaftlich Aktiven auf &#8211; einen Appell mitzutragen, der &#8220;Europa  neu ausrichtet“. Europa neu  „erfinden“ &#8211; bedeutet also, die EU in ihren Leitlinien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für ein Europa des  21. Jahrhunderts</strong></p>
<p>Angesichts der immer offensichtlicher werdenden Unzeitgemäßheit unserer europäischen „Verfasstheit“, fordert ESD – als europäische NGO für Nachhaltige Entwicklung &#8211; alle Bürgerinnen und Bürger, alle Politiker und alle gesellschaftlich Aktiven auf &#8211; einen Appell mitzutragen, der &#8220;<strong>Europa  neu ausrichtet</strong>“.</p>
<p>Europa neu  „erfinden“ &#8211; bedeutet also, die EU in ihren Leitlinien und Institutionen dem 21. Jahrhundert gemäß bzgl. weiterzubilden und auszugestalten. In der Welt nach 1945 erstand Europa als „<strong>Friedensordnung</strong>“ der einstmals sich bekriegenden europäischen Völker. Es war eine großartige politische Leistung einiger Initiativträger (Monnet, Schumann u.a.), und wurde von allen Bürgern – teilweise sehr enthusiastisch &#8211; mitgetragen. Im Hintergrund schwelte damals der „Kalte Krieg“, eine seit 1989 – und dafür  sind wir  dankbar &#8211; überwundene große und gefährliche Spannung.</p>
<p>Seit über zwei Dekaden jedoch – seit dem Ende des Kommunistischen Ostblocks und der Vorherrschaft eines globalisierenden „Washington-Consensus“ &#8211; sind wir in einer <strong>neuen  Situation</strong>. Europa ist jetzt 2011, also in der zweiten Welle der symptomatischen Finanzkrise, aufgerufen, sich  nicht in eine Spaltung <strong>Nordeuropa versus Südeuropa</strong> hineinhetzen zu lassen, die wahrscheinlich von der Reich-Arm-Spaltung ablenken soll. Vielmehr ist Europa aufgerufen, einen zeitgemäßen „gemeinsamen  Nenner “ zu formulieren und Wirklichkeit werden zu lassen und damit auch Vorreiter auf einem Globus zu werden, der ja nolens volens bereits unter einem „<strong>planetarischen Imperativ</strong>“ steht.</p>
<p><span id="more-308"></span>Was könnte dieser gemeinsame Nenner sein?</p>
<p>Es liegt auf der Hand, dass in wenigen Jahren oder  noch früher das  <strong>ökologische </strong>Problem weltweit schlagend wird, so wie das <strong>soziale </strong>Problem bereits schlagend ist. Lateinamerika, Afrika, ja auch Asien schauen gebannt auf die globale Entwicklung – vorrangig noch damit befasst, wo sie selbst dabei „landen“ werden. Die USA sind intern in mehrschichtige kulturelle Auseinandersetzungen (Migration, ungleiche Schuldenlasten, veraltete Einstellungen versus modernste Ansätze u.ä.m.) verwickelt und  nicht mehr in einer übermächtigen Position wie in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Europa ist seit der Finanzkrise 2008 für viele Menschen weltweit zu einem Fragezeichen geworden. Wie wird sich diese historisch so große und lange europäische Idee und Tradition – die wohl Liberalismus, Marxismus, Soziallehren u.ä.m. kennt, jetzt aber mehr „kontextgemäßer“ Konstituenten bedarf – in der offensichtlich kritischen zweiten Dekade des 21.Jahrhunderts.  entwickeln ? Einfach weiterwachsen? Was wächst? Die EU? Im vorhergehenden Satz geht es um die europäische Idee und Tradition, um die Spannung Arm-Reich durch neue „Schübe an Produktivität“ abzufangen, um der wirklich heißen „<strong>System &#8211; Frage</strong>“ (weg von der umsatzbesessenen Rendite-Wirtschaft)  nochmals auszuweichen? Oder kann Europa, das als EU in jedem der 27 Mitglieds-Staaten und den vielen Kulturvölkern in und um dieses Gebilde eine Fülle von Intellektualität angesammelt hat, sich zu einer historischen Leistung aufschwingen?</p>
<p>Solch ein Aufschwung muss wohl nicht nur mental ­ in den Köpfen,­ sondern auch institutionell in allen wichtigen Institutionen  stattfinden. Welche Fragen sind dabei die dringendsten und welche Antworten können dazu sowohl richtungsweisend als auch realistisch sein?</p>
<p>Wir schlagen vor:</p>
<ol>
<li>Das  <strong>Gemeinwohl </strong>ist legistisch so abzusichern, dass es von Partikularinteressen nicht ausgehebelt werden kann (insbesondere bezüglich aller Investitionen, man denke nur an die Wasser- und Waldbestände).</li>
<li>Jede Person in Europa hat die Pflicht (etwa zwischen Schulabgang und dem 30.Lj.) einen „europäischen  <strong>Grunddienst</strong>“ zu leisten (etwa ein Sozialjahr, das alle wichtigen Bereiche – Katastrophendienst, Soziales, Infrastruktur, Sicherheit &#8211; abdecken kann), damit zugleich auch das Recht auf eine „lebenslange  <strong>Grundsicherung</strong>“ (gekoppelt an eine Mindestbeschäftigung, etwa auch in „akkreditierten Assistenzdiensten“).</li>
<li>Die <strong>Wirtschaftsordnung</strong><a href="#_ftn1">[1]</a> sichert Unternehmertum ab, grenzt aber Einkommen nach unten und oben ein, ebenso wie Marktanteile. (Die Vermögensfrage muss als Übergangslösung schrittweise in einen zeitgemäßen Rahmen gebracht werden).</li>
<li>Der alte <strong>Eigentum</strong>sbegriff hat mehr als ausgedient. Eine dem ökosozialen Zeitalter angemessene Neufassung – jenseits von Kommunismus und Kapitalismus &#8211; ist nötig, etwa durch eine Differenzierung in „kleines“ (Haushaltsbereich i.w.S.) und „großes“ Eigentum (Investierbares i.w.S.).</li>
<li>Die EU – mit einem Binnenhandel von fast 90% &#8211; ist „autark“ genug, eine  <strong>Pionierrolle </strong>am Beginn einer „planetarischen Epoche“  zu spielen. Viele Staaten und Großregionen warten darauf und werden wohl froh sein, wenn endlich ein starker „Global Player“ den Mut hat, die notwendigen ersten Schritte zu machen. Bald werden viele folgen.</li>
</ol>
<p>Zur Gestaltung „Europäischer Institutionen“, die die obigen Grundsätze tragen können, werden dazu einberufene Fachgremien beauftragt. Diese Institutionen sind gemäß den Ergebnissen einer <strong>europaweiten Volksabstimmung</strong><em> </em>(die eine echte europäische  „Verfassung“  begründen kann, etwa über Leitlinien wie die obigen) zu schaffen.  Kurz danach könnte</p>
<ul>
<li>ein verstärktes europäisches Parlament und</li>
<li>ein gesamteuropäischer Präsident</li>
</ul>
<p>ebenfalls durch einen europaweiten  <strong>Wahlgang </strong>bestimmt werden.  Diese beiden – Europa-Parlament und Europa-Präsident – haben als erste große Aufgabe die fachliche vorbereitete<br />
<strong>Institutionen– Reform</strong> auch entsprechend zu beschließen bzw. in Kraft zu setzen.</p>
<p>Bis zur Inkraftsetzung einer neuen zeitgemäßen europäischen Institutionenlandschaft haben die „<strong>alten Regierungen</strong>“ die Aufgabe, soziale und wirtschaftliche Kreisläufe soweit intakt und  aufrecht zu erhalten, dass die Lebenssicherung aller Menschen in Europa gewahrt bleibt.</p>
<p><strong>„ Europa neu erfinden“ –  ist der  Aufruf der  Geschichte in der zweiten Dekade des neuen Jahrhunderts. </strong></p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> Zur Finanzordnung -  ein eigenes zentrales Kapitel dabei – schreibt beispielsweise James Bruges / FEASTA (siehe <a href="http://www.feasta.org/2011/11/13/the-cabal/">http://www.feasta.org/2011/11/13/the-cabal/</a>): &#8220;…In order to repossess democratic power, governments would only need to pass legislation making it illegal for banks to create money. States should themselves create all the money a country needs, and their governments should decide how to spend, not lend, it into circulation. Until recently, governments could not contemplate doing this because of the ability of financial markets to create chaos. Since there is already chaos with the bank-created money system collapsing, things have changed. We are presented with a unique opportunity for governments to take back power from the banks. …”</p>
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		<title>Für ein &#8220;Soziales Jahr&#8221; in Österreich</title>
		<link>http://www.esd-eu.org/fur-ein-soziales-jahr-in-osterreich</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 00:05:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Balance]]></category>
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		<category><![CDATA[Wehrdebatte]]></category>

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		<description><![CDATA[ESD vertritt dazu eine Lösung der Balance von Freiheit und Ordnung: Dies kann für die Wehrdebatte in einem Staat wie Österreich im 21. Jhdt. folgendermaßen umgesetzt werden, und im Prinzip ähnlich für jeden Staat im Kontext einer hochtechnologisierten und teilglobalisierten Informationsgesellschaft, wie es unsere Zeit ermöglicht: Österreich schafft eine ausreichend starke &#8220;Milizorganisation mit Berufskomponente&#8221; Diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ESD vertritt dazu eine Lösung der</strong> <strong>Balance von Freiheit und Ordnung</strong>:</p>
<p>Dies kann für die Wehrdebatte in einem Staat wie Österreich im 21. Jhdt. folgendermaßen umgesetzt werden, und im Prinzip ähnlich für jeden Staat im Kontext einer hochtechnologisierten und teilglobalisierten Informationsgesellschaft, wie es unsere Zeit ermöglicht:</p>
<p><strong> Österreich schafft eine ausreichend starke &#8220;Milizorganisation mit Berufskomponente&#8221;</strong></p>
<p>Diese Bezeichnung wählte auch Gen.a.D. GREINDL, langjährig als österr. UNO-Truppen-Oberkd. tätig. Dies sorgt für eine schichtmäßige Durchmischung der jungen Staatsbürger und damit für Zusammenhaltsgrundlagen für die Souveränitätserhaltung beim Volk, wie Arttikel 1 der österreichischen Verfassung aussagt, und für verbesserte Demokratiemündigkeit der Bürgerschaft insgesamt.</p>
<p><strong>Grunddienst als &#8220;Soziales Jahr&#8221;</strong></p>
<p>verpflichtend für alle weiblichen und männlichen jungen Staatsbürger, als auch gesetzlich zugelassene Zuwanderungswilligen, z.B.  12 Monate dauernd.</p>
<p>Nach einer circa einwöchigen Einführungsphase in alle 5 Hauptsparten des Grunddienstes in den Bereichen</p>
<ul>
<li> Sicherheitsdienst mit der Waffe</li>
<li> Sicherheitsdienst ohne Waffe</li>
<li> Krisen- u. Katastrophenschutzdienst</li>
<li> Assistenzdienst im Infrastrukturwesen</li>
<li> Dienst in der Entwicklungszusammenarbeit</li>
</ul>
<p>zustätzlich zu einer 3-wöchigen Einführung in &#8220;erweiterte Staatbürgerkunde&#8221; inklusive Kursen in Erste-Hilfe, Nachhaltigkeit, interkulturelles Verstehen, Staats-Europa-und-Globalkunde, sowie Fitness-Training können die &#8220;Grunddienst-Leistenden&#8221; sich für eine der 5 Hauptsparten bezüglich ihrer weiteren Ausbildung und Verwendung selbst entscheiden.</p>
<p>In der Sparte ihrer Entscheidung verbleiben die Grunddienst-Absolventinnen und –Absolventen im Rahmen der jeweiligen Milizorganisation die Zeit bis zum Ausscheiden aus Altersgründen (z.B. Abrüstungszeitpunkt + 30 J.). Dabei sind sie von der Regierung für die notwendigen Übungen und Einsätze, insbesondere für Katastrophenfälle, ähnlich den bisherigen Reservisten, einberufbar.</p>
<p>Grunddienst-Absolventinnen und -Absolventen haben, sofern sie auch bei Milizübungen teilnehmen, einen Rechtsanspruch auf eine lebenslange Grundsicherung, die einer angehobenen Mindestsicherung entspricht. Eine staatliche Pensionsregelung erübrigt sich damit.<br />
<br />
<span id="more-293"></span>Falls sich zuwenig junger Nachwuchs für den &#8220;Sicherheitsdienst mit der Waffe&#8221; entscheidet, bzw. sich eine zu unqualifizierte Nachwuchsauswahl ergibt, im Grunde brauchen wir weder Rambos noch &#8220;Beruflich-weniger-Erfolgreiche&#8221;, sondern die besten und seriösesten Jungen für den, im Notfall sehr ernsten &#8220;Dienst mit der Waffe, ist der &#8220;Dienst mit der Waffe&#8221; und die Milizzeit danach nach dem Muster Dänemarks auszugestalten:</p>
<p>Neben einer besonderen Eignungsprüfung, wie auf Sportakademien und zusätzlichen Anreizen, sind Präferenzen wie</p>
<ul>
<li>früheres Milizzeitende für Übungen (z.B. statt wie allgemein bis evtl. zum 55.Lj., &#8211; nur bis zum 45.Lj.)</li>
<li>&#8220;Dienst mit der Waffe&#8221; als Voraussetzung für gewisse staatsberufliche Laufbahnen (Polizei, Zoll, Sicherheitsdienste aller Art (inkl. Lizenzen dafür), allgemeine Verwaltung und gewisse Aufgaben in Bund und Ländern, etc)</li>
<li>Vergünstigungen in allen staatlich geförderten Sportzweigen für das gesamte Leben</li>
<li>evtl. ein &#8220;teilweises Durchdienen&#8221;, also die Milizzeit zum Teil paketiert an den Grunddienst angehängt durchdienenn zu können (z.B. wenn 6-8 Tage pro Jahr Milizübungen vorgesehen sind, so ergibt dies in Summe bei ca. 30 Jahren etwa 240 volle Diensttage, inkl. der freien Tage etwa 1 Jahr. Die Hälfte davon könnte an den Grunddienst angehängt werden  und daher nur mehr für 15 Jahre Milizübungen abrufbereit sein müssen.)</li>
</ul>
<p>einzuführen, um die notwenidige Durchmischung für diese essentielle Tätigkeit gewährleisten zu können.</p>
<p>Jedenfalls ist die dänische Erfahrung des &#8220;Selbst-entscheiden-könnens&#8221;, sowohl bzgl. der Hauptsparte als auch bzgl. der Dienstgliederung empfehlenswert. Es ist dies eine entscheidende Motivation für eine gut aufgestellte, leistungsfähige und mitarbeitende Truppe.</p>
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		<title>„Demokratie muss gelernt werden“ Wiener Stadtgespräch mit Oskar Negt</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 23:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[globale Dimension]]></category>
		<category><![CDATA[Negt]]></category>
		<category><![CDATA[Rauch]]></category>
		<category><![CDATA[Verbetriebswirtschaftlichung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Abend mit Oskar NEGT in der „um die österreichischen Arbeitskultur hoch-verdienten“ Arbeiterkammer Wien: Am Abend des 30. Nov.2010 fand das Gespräch mit Oskar NEGT, einer sehr prominenten Person der Nach-68er Zeit und der Frankfurter Schule, statt. Im großen fast vollen Saal der Arbeiterkammer Wien – Theresianumgasse, unter Einleitung des AK-Präsidenten Herbert TUMPEL fand das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Abend mit Oskar NEGT in der „um die österreichischen Arbeitskultur hoch-verdienten“ Arbeiterkammer Wien:<span id="more-257"></span></p>
<p>Am Abend des 30. Nov.2010 fand das Gespräch mit Oskar NEGT, einer sehr prominenten Person der Nach-68er Zeit und der Frankfurter Schule, statt. Im großen fast vollen Saal der Arbeiterkammer Wien – Theresianumgasse, unter Einleitung des AK-Präsidenten Herbert TUMPEL fand das Gespräch des dt. Gastes mit Peter HUEMER statt. – In sehr präzisen Worten skizzierte NEGT die „Verbetriebswirtschaftlichung“ Deutschlands nach der Wende 1989, mit ihren „Aus-Wellungen“ in alle Facetten des Politischen Lebens. Er fand sehr ausgewogene Formulierungen zur Kritik und Diagnose der letzten Dekaden bis herauf zur Gegenwart von 2010. &#8211; Und dies auch für Perspektiven einer Balance von repräsentativer und direkter, von Wirtschaftsordnung (eher a la Ludwig ERHARD) und sog. „betrieblicher Mitbestimmung“ – im deutschen Raum. &#8230;.</p>
<p>A b e r  für kritische Auditoriumsmitglieder – etwas aus der Zivilgesellschaft wie z.B. ESD &#8211; wurde etwas schmerzlich vermisst: Es gab keinerlei Erwähnung der „globalen Dimension“ und auch keinerlei Befassung mit der „ökologischen Dimension“. Schade. – Selbst auf Nachfrage, ignorierte NEGT &#8220;das Ökologische&#8221; total, und bezeichnete das „Globale“ als &#8220;nicht so einschneidend wichtig&#8221;, um seine Thesen und Monierungen für „mehr ausgewogene Partizipation“ im dzt. noch fieberhaft grassierenden Neoliberalismus vertieft oder verbreitert denken und bearbeiten zu müssen. &#8230; Obwohl also seine „Deutschland-Analyse als sehr präzise und auch treffend bezeichnet werden kann, ist in Summe das Diskurs-Ergebnis des großen Gespräches mit dem berühmten Oskar NEGT – also die „Therapie-Ansätze“ beschränkt auf vernünftige „Mehr-Partizipation des Arbeits-Volkes&#8221; – aus unserer Sicht als doch etwas „hängen–geblieben“ in den 1980er zu bezeichnen.&#8221;</p>
<p>Kommentar von ESD, red. Herbert RAUCH<br />
(ESD, Obm.Stv., Co-Autor  von „Die Wende der TITANIC, München 2005).</p>
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		<item>
		<title>Conference &#8220;Key Concepts for a Sustainable Economy&#8221;</title>
		<link>http://www.esd-eu.org/conference-key-concepts-for-a-sustainable-economy</link>
		<comments>http://www.esd-eu.org/conference-key-concepts-for-a-sustainable-economy#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 22:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[economy]]></category>
		<category><![CDATA[GDP-growth]]></category>
		<category><![CDATA[institutional innovations]]></category>
		<category><![CDATA[peak everything era]]></category>
		<category><![CDATA[regionalisation]]></category>
		<category><![CDATA[sufficiency]]></category>
		<category><![CDATA[sustainability]]></category>
		<category><![CDATA[zero-sum-games]]></category>

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		<description><![CDATA[Can we continue with an “economy of growth”? &#8211; And if not, what are the implications? This was the theme of a two-days conference held in Vienna from 26th &#8211; 27th November 2010 which brought together some of Europe&#8217;s specialists in economics and social research. The conference was organised by PLENUM Gmbh (a consulting agency [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Can we continue with an “economy of growth”? &#8211; And if not, what are the implications?</strong></p>
<p>This was the theme of a two-days conference held in Vienna from 26th &#8211; 27th November 2010 which brought together some of Europe&#8217;s specialists in economics and social research. The conference was organised by PLENUM Gmbh (a consulting agency for holistic sustainable development) and ESD (European Association for the Promotion of Sustainable Development)</p>
<p>In a <strong>“</strong><strong>peak everything era</strong><strong>”</strong><strong> </strong>(Ref; Richard HEINBERG) with an increasing scarcity in many respects, what type of guiding  v i s i o n  is necessary to bring about the necessary changes in social and institutional arrangements?</p>
<p><span id="more-242"></span>The answer begins with a change of sight towards a more holistic vision of “global diversity within global unity”.</p>
<p><strong>To replace a “prosperity model based on GDP-growth”</strong> (including the demand for growth of consumption and growing exploitation of resources) Key-note-speaker Niko PAECH, a well-known German economist<strong>,</strong> outlined the scheme of a “post-growth economy” whose main principles are:</p>
<ol>
<li><strong>Sufficiency: </strong> “less goods and more quality of life” (that means a change of our consumption and production patterns in general)</li>
<li><strong>Regionalisation: </strong>Empowering local and regional economies (that  means  foremost reducing the length of supply chains and the use of  harmful chemicals; as well as conveying intelligent communal cooperation  such as &#8216;pioneer transition towns&#8217;, ‘promotion of self help-projects  with a revival of craftsmanship of all kinds’ etc.)</li>
<li><strong>“</strong><strong>Zero-Sum-Games with regard to </strong>resource-input and energy-balanced products and services.</li>
<li><strong>Institutional Innovations</strong> esp. with regard to individually tradable CO2-packages, currency-reform and new ways towards soil-reforms.</li>
</ol>
<p><a href="http://www.esd-eu.org/wp-content/uploads/2010/11/Zukunftsparlament2010_press_release_english.pdf">Download: Zukunftsparlament_2010_pressrelease_english.pdf</a></p>
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		<title>Zukunftsparlament “Schlüsselkonzepte einer nachhaltigen Ökonomie“</title>
		<link>http://www.esd-eu.org/zukunftsparlament-2010</link>
		<comments>http://www.esd-eu.org/zukunftsparlament-2010#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 15:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[BIP-Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[institutionelle Innovationen]]></category>
		<category><![CDATA[Null-Summen-Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Postwachstums-Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Regionalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Suffizienz]]></category>

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		<description><![CDATA[Können wir weitermachen mit unserer “Wachstums-Ökonomie”?  Und wenn nicht, was folgt daraus? Dies war das Thema einer zweitägigen Konferenz am 26. und 27. November 2010  in Wien, die von der „PLENUM Gmbh&#8221; (einer Beratungs-Agentur für ganzheitliche nachhaltige Entwicklung) und der  &#8220;European Association for the Promotion of Sustainable Development&#8221; (ESD) organisiert wurde und Experten aus Ökonomie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Können wir weitermachen mit unserer “Wachstums-Ökonomie”?  Und wenn nicht, was folgt daraus?</strong></p>
<p>Dies war das Thema einer zweitägigen Konferenz am 26. und 27. November 2010  in Wien, die von der „PLENUM Gmbh&#8221; (einer Beratungs-Agentur für ganzheitliche nachhaltige Entwicklung) und der  &#8220;European Association for the Promotion of Sustainable Development&#8221; (ESD) organisiert wurde und Experten aus Ökonomie, der Nachhaltigkeitsforschung und den Sozialwissenschaften zusammenbrachte.</p>
<p>Im Zentrum der Referate und Diskussionen stand die Frage, welches Leitbild in einer „peak everything“-Ära, in der Ressourcen stetig knapper, die Auswirkungen des Klimawandels immer spürbarer und immer mehr Menschen von Armut bedroht werden, vonnöten ist, um die wirtschaftlichen, institutionellen und gesellschaftlichen Strukturen nachhaltig zu verändern.</p>
<p><span id="more-230"></span><strong>Dafür bedarf es zu allererst einer Änderung unseres Blickwinkels hin zu einem ganzheitlichen Verständnis unserer Welt, für die die Menschheit insgesamt Verantwortung trägt.</strong></p>
<p>Um ein Wohlstandsmodell, das auf dem BIP Wachstum basiert und dementsprechend ein weiteres Konsumwachstum und eine weitere Ressourcenausbeutung erfordert, entwarf Keynote-Speaker Niko Paech, Ökonom der Universität Oldenburg, eine „Postwachstum-Ökonomie“, deren Hauptprinzipien folgende sind:</p>
<ol>
<li><strong>Suffizienz</strong>: „weniger Güter und mehr Lebensqualität“ (das bedeutet einen Wandel der Konsum- und Produktionsorientierung)</li>
<li><strong>Regionalisierung</strong>: Stärkung und Förderung lokaler und regionaler  Ökonomie( das bedeutet vor allem eine Reduktion der Wertschöpfungs- und  Versorgungsketten und des Einsatzes chemischer Hilfsmittel sowie den  vermehrten Einsatz intelligenter kommunaler Kooperationsformen (z.B.  nach der Pioniermuster von „Transition Towns“, der Verbreitung von  Selbsthilfeprojekten, der Förderung von handwerklichen und  lebenspraktischen Fähigkeiten).</li>
<li>„<strong>Null-Summen-Spiel</strong>“ hinsichtlich des Ressourceneinsatzes und  Energieverbrauches über den Produktlebenszyklus ausbalancierte Güter und  Dienstleistungen.</li>
<li><strong>Institutionelle Innovationen</strong> vor allem im Hinblick auf individuell  handelbare C02-Arrangements, Währungsreformen (z.B.  Regio-Währungen)  und neue Wege für Boden-Reformen.</li>
</ol>
<p><a href="http://www.esd-eu.org/wp-content/uploads/2010/11/Zukunftsparlament2010_Presseaussendung_deutsch.pdf">Download: Zukunftsparlament_2010_Presseaussendung_deutsch.pdf</a></p>
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		<title>Ausblick Titanic II</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 23:15:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorbereitung der Titanic II Die ESD-Publikation „Die Wende der Titanic I“ diagnostiziert an Hand der Beobachtungen der Weltlage rund um den Jahrhundertwechsel und damit verbundener kritischer Bewertungen Missstände des gesellschaftlichen und politischen Handelns und ruft zum Umdenken auf. Das Umdenken besteht im wesentlichen + die Wachstums &#8211; orientierte Wirtschaft zu ersetzen durch ein politisches und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorbereitung der Titanic II</p>
<p>Die ESD-Publikation „Die Wende der Titanic I“ diagnostiziert an Hand der Beobachtungen der Weltlage rund um den Jahrhundertwechsel und damit verbundener kritischer Bewertungen Missstände des gesellschaftlichen und politischen Handelns und ruft zum Umdenken auf. Das Umdenken besteht im wesentlichen<br />
+ die Wachstums &#8211; orientierte Wirtschaft zu ersetzen durch ein politisches und wirtschaftliches System, das sich der Ressourcenschonung verpflichtet, und gleichzeitig<br />
+ eine angemessene soziale Ausgeglichenheit schafft.</p>
<p><span id="more-44"></span>Nun stellt ESD – in Vorbereitung einer Publikation „Die Wende der Titanic II“ ein Konzept vor, wie so ein Umdenken „in die Realität“ umgesetzt werden könnte. Leitgedanke ist, möglichst viel „Entrepreneurship“ und auch Markt zu erhalten und staatliche Eingriffe nur dort vorzusehen, wo sie von ESD als unerlässlich eingeschätzt werden. Besonderes Augenmerk wird dabei darauf gelegt, dass dabei auch die Existenzsicherung aller Erdenbürger gelingen kann.</p>
<p>ESD bekennt sich dazu, dass Änderungen unserer Gesellschaft gewaltfrei und demokratisch zustande kommen müssen und Rechtsstaatlichkeit gewahrt bleiben muss. Daraus ergibt sich, dass möglichst geringe Änderungen des bestehenden Systems auf „sanfte Weise“ erfolgen müssen. Deshalb werden hier dazu „nur“ 5 Instrumentarien anskizziert und vorgestellt, die eine derartige Trendwende herbeiführen sollen. ESD geht aber davon aus, dass es einfach ein Gebot der menschlichen Zivilisation ist, die Gesellschaft laufend zu verbessern und an Entwicklungen anzupassen. So gesehen sind diese 5 Instrumentarien eine Momentanaufnahme zum Herbeiführen der Trendwende und nicht auch schon unbedingt langfristig erfolgsgarantierende Maßnahmen.</p>
<p>Die Instrumente sind:</p>
<p><strong>Anteilhabe</strong> via politisches Wahlrecht, Mitsprache in allen Agenturen, Interventionsverfahren auf allen Ebenen, Ausbau der Demokratiekultur; Stärkung der Zivilgesellschaft</p>
<p><strong>Grunddienst (GS) und Grundsicherung (GD)</strong>: Existenzsicherung für alle und alle arbeiten an zu definierenden Anliegen der Gesellschaft mit, soziale Einbindung und allg. Einsatzbereitschaft für Klimakatastrophen etc.</p>
<p><strong>Ordnungssteuern</strong> Zur finanziellen Steuerung des Ressourcenverbrauchs: vorrangig und stark ökologisch orientiert, jedoch mit sozialen Komponenten Ressourcenschonung, wo notwendig –deckelung, jeder Bürger hat Anspruch auf einen Mindestverbrauch(Beispiel: Haushaltsenergie pro Kopf),zusätzliche Finanzierung des Sozialsystems</p>
<p><strong>Realentlohnung mit Minimum und Maximum</strong>, für individuelles Privat-Gesamteinkommen und individuelles Privat-Gesamtvermögen; hier realisiert insbes. mit radikaler Steuerprogression, Grundsätzlicher sozialer gesellschaftlicher Ausgleich, und Finanzierung des Sozialsystems</p>
<p><strong>Agenturenvielfalt</strong>: Definiert mögliche Organisationskonstruktionen der privaten und der öffentl. Hand, Services für die Allgemeinversorgung sollen gut kontrollierbar werden.</p>
<p><strong>Beispiele für die vielen noch „offenen Fragen“ für die Redaktionssitzungen und Expertenkreise:</strong></p>
<p>1. Kann dieses Konzept national umgesetzt werden oder geht es nur global (= Ist dies ein “Killer- oder Knackpunkt“ für das Gesamtkonzept)?</p>
<p>2.	Sind die Instrumentarien ausreichend? Dazu müssen wir Testfälle definieren und von Fachleuten analysieren lassen.<br />
(Z.B. wie würden diese Instrumente global angewendet das Bevölkerungswachstum stoppen?)</p>
<p>3.	Sind die Instrumentarien originell oder schon in „aller Munde“?<br />
Bzw. welches Instrument ist das „ESD-wichtigste“ und warum (am Ende der GD)?</p>
<p>4.	Wie könnte eine demokratische Umsetzung erfolgen?</p>
<p>5. Die Instrumente mögen vielleicht „ausreichen“, entscheidend ist aber deren Ausgestaltung (z.B.: Einkommenssteuer, sonstige Ordnungssteuern uam); sowie dann die demokratische Umsetzbarkeit?</p>
<p>6. Wird die Gesellschaft „gerechter“, solidarischer, sozialer und lebenswerter? Oder nur „sozialistischer“ (z.B. lebenslange GS) oder faschistischer (z.B. obligatorischer GD) ?</p>
<p>7. Wie wird in dieser Gesellschaft, die Arbeitswelt etc. aussehen, z.B. haben Agenturen mit Gemeinwohlaufgaben wieder pragmatisierte Mitarbeiter?</p>
<p>8. Wie erfolgt die konkrete Einführung einzelner Instrumente, soferne sie politisch „ankommen“ (inkl. Zeitplan, Kostenstrukturen…)?</p>
<p>9. Welche neuen Abhängigkeiten können sich ergeben(z.B.: GS und seine Finanzierung durch die Änderung des Steuersystems – ist eine neue Abhängigkeit des Einzelnen vom Funktionieren des Gesamtsystems )?</p>
<p>10.	Uam                                                                                ###</p>
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		<title>ESD-Diskurse</title>
		<link>http://www.esd-eu.org/esd-diskurs</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 23:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach fast 2 Jahren hat sich ESD entschlossen, die ESD Jour Fixe Treffen durch Diskursforen abzulösen, die Woche für Woche einem kurzfristig angesetzten Thema gewidmet werden und im Cafe Votiv stattfinden werden. Wir erwarten uns dadurch in der Phase der Vorbereitung der &#8220;TITANIC II&#8221; effiziente Diskussionen. Diese Diskussionen sollen uns helfen, die bereits vorhandenen Entwürfe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach fast 2 Jahren hat sich ESD entschlossen, die ESD Jour Fixe Treffen durch Diskursforen abzulösen, die Woche für Woche einem kurzfristig angesetzten Thema gewidmet werden und im Cafe Votiv stattfinden werden.</p>
<p><span id="more-49"></span></p>
<p>Wir erwarten uns dadurch in der Phase der Vorbereitung der &#8220;TITANIC II&#8221; effiziente Diskussionen. Diese Diskussionen sollen uns helfen, die bereits vorhandenen Entwürfe zu verbessern und zu ergänzen. Die Teilnehmer an der Diskussion können erwarten, gehört zu werden.</p>
<p>Diese Diskussionsforen sind &#8220;nicht-öffentliche&#8221; Veranstaltungen, die Teilnahme ist also an eine persönliche Einladung gebunden (Mitbringen von neuen, passenden Interessenten durch Geladene ist möglich und erwünscht).</p>
<p>Die Diskursthemen und Termine werden kurzfristig unter <strong>&#8220;Termine von ESD Arbeitsgruppen&#8221;</strong> angekündigt.</p>
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