Ist das PATT der WELTKRISE unauflösbar?

Sehen wir unsere Situation auf dem Planeten Erde einmal aus der Sirius-Distanz an: Da gibt es Denklager aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wo die einen den „MARKT an sich“ für etwas Böses halten, untragbar für die Zukunft zumindest, und wo die anderen die „STAATSBÜROKRATIE an sich“ für unbrauchbar halten …

Und in diesen Positionen graben sie sich ein. In mentalen Gräben und schweigen zu allen Anstrengungen der anderen Seite. Denn diese „Laffen (die anderen)“ sind doch retardiert und keines Dialoges wert! Und einige träumen dabei von „dezentralen kleinen Einheiten“, dort wäre alles „schön und heil“…

Die echte Krise (der Klimawandel ist nur ein Teil davon) schwelt inzwischen kräftig weiter. Ist es also nötig, dass es dicker kommt? Muss die Menschheit – in ihrer Mehrheit an mentaler Trägheit kaum zu überbieten – dabei noch mehr Natur zerstören, bis sie richtig leidet oder gar zugrunde geht? Anstatt sich zu einem anderen „kontext-passenderem“ ökosozialem Gesamtsystem – tunlich für alle – aufzuraffen!

Und wer ist diese Menschheit eigentlich? Die Regierungschefs, die CEOs, die obersten Beamten – oder die Stadionmassen, die Plakatkleber, … die Wahlbürger?

… Oder alle? Und kann sich ohne einem „Global Deal“ – also einem planetar konzipierten Abkommen – überhaupt etwas Wesentliches bewegen? Dabei ließe uns alle eine „zeitgemäße“ Globale Ordnung (es muss ja keine perfekte sein) erstmals in der Weltgeschichte einen der denkbar schönsten Planeten zivilisiert genießen und wir könnten ein enormes Weltall tiefer erkunden …

 

Erste Schritte für solch einen „Deal“ sind naheliegend:

  1. Die Über-Über-Gewinner des wachstums- und finanz-dominierten Systems erklären – wie ein Warren BUFFET u.v.a. – sie wollten ja gerne viel Steuern zahlen für das Gemeinwohl. Gut – In einem Globalabkommen halten die „Global Players“ dies fest und Experten regeln in einem Konklave die Details.
  2. Die „für das Gemeinwohl auf dem Planeten“ nicht zukunft-tauglichen Finanzinstitutionen und -prozesse werden allesamt radikal zukunftsfähig gemacht (also intelligent reguliert). In einem Globalabkommen halten die „Global Players“ dies fest, Experten regeln in einem Konklave die Details.
  3. Die Unternehmen machen eine „Schubumkehr“: Alles, was der Zukunftsfähigkeit schadet, wird mit einer passenden Ressourcenverbrauchssteuer progressiv besteuert – weltweit und alles was der Zukunftsfähigkeit nützt, wird gefördert – weltweit. In einem Globalabkommen halten die „Global Players“ dies fest, Experten regeln in einem Konklave die Details.
  4. Alle jungen Menschen auf dem Planeten machen einen gemeinwohl-förderlichen Grunddienst (Katastrophenhilfe etc.) und bekommen dann eine Grundsicherung. In einem Globalabkommen halten die „Global Players“ dies fest, Experten regeln in einem Konklave die Details.

 

Wir könnten unsere persönliche Freiheit behalten und die Sicherheit mittels moderner Technologie und kluger(!) Innovationen sicherstellen. Dann blieben noch genug harte Nüsse zu knacken (Endlagerung von Atommüll, Ozeanreinigung, Produktivland zurückgewinnen etc.). Aber all das braucht natürlich ein Abkommen „aller“ starken Kräfte des 21. Jahrhunderts. Also insbesondere aller Staaten, aber auch aller Konzerne, aller weltweiten Kirchen und NGOs. Warum moderiert Derartiges die EU eigentlich nicht?

Denn noch könnten sich diese Kräfte in Genf, Wien, oder wo immer … dafür zusammenfinden. Aber sie könnten auch „weiterwurs(ch)teln“ wie bisher und warten
bis noch mehr Trümmer herumliegen, das Klima noch bedrohlicher wird und die Toten aus den Ressourcen- oder Religionskämpfen kaum mehr aufräumbar sind. Dann müssen sie sich allerdings dennoch(!) zusammenfinden – „Gaza-oder-Irak-artig“. Bravo.

Herbert Rauch

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