Leitlinien und Ziele

Ausgangssituation

Die derzeitigen Strukturen und Mechanismen der globalen Entwicklungen bewirken eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich auf allen Ebenen und einen irreversiblen unverträglichen Ressourcenverbrauch. Das gesamte System ist so nicht zukunftsfähig und bedarf dringend grundlegender Reformen.

Seit etwa Mitte der 1990er Jahre wird zunehmend allgemein spürbar:

+ Die Grenzen der ökologischen Tragfähigkeit des Planeten werden in jährlich steigendem Maße in etlichen Bereichen überschritten – mit nicht mehr genau vorhersehbaren aber unter Umständen katastrophalen Folgen für alles Leben innerhalb des Erd-Ökosystems: das Lebensnetz der Erde droht gefährliche Risse zu bekommen!

+ Die „Arm-Reich“ – Spannungen innerhalb der sogenannten Ersten Welt (OECD-Staaten) nehmen zu. Trotz wachsendem Sparkapitalstock wird die Verteilung immer ungleicher, eine neue Armutsschicht bildet sich heraus: Das Sicherheitsnetz einer sich als human bezeichnenden Gesellschaft droht vielerorts – und so auch zunehmend in Europa – zu reißen!

+ Die Schieflage der „Nord-Süd“ Beziehung nimmt dramatisch zu und erzeugt Milliarden von existentiell bedrohten Menschen im Süden. Die Finanzkrisen sind dabei als die Spitzen der Eisberge zu sehen. Das Abdriften der „nicht-meritokratischen“ Kulturen in ein dauerhaftes Abseits ist zu befürchten. Viele Leute, die nichts mehr zu verlieren haben, sind der Boden auf dem Formen von Terrorismus heranwachsen: Das Solidaritätsnetz, das sich über den Globus spannen sollte, wird nur sehr langsam und zu mangelhaft geknüpft.